Die Geschichte der heutigen proionic begann mit der Jahrtausendwende. Nach einem Jahr intensiver Forschung gelang es Mag. Roland Kalb, das CBILS® Verfahren zu entwickeln. 2003 finalisierte Mag. Roland Kalb dieses Verfahren für die Produktion von ionischen Flüssigkeiten. Noch im selben Jahr erfolgte die ordentliche Anmeldung des Basispatents in Europa und in den USA. Die Einzigartigkeit dieses Verfahrens bildet bis heute den Grundstein für die Entwicklung von proionic.



2003

Im Jahr 2004 wurde die heutige proionic im Gründerzentrum der Montanuniversität Leoben (Österreich) durch den Verfahrenstechniker Dr. Michael Kotschan und dem Chemiker Mag. Roland Kalb gegründet. Die beiden Gründer verfolgten zwei wesentliche Überlegungen, die sich auch im Firmennamen widerspiegeln:

  • pro ionic – das Unternehmen steht voll hinter der ionischen Vision. Diese umfasste bereits von Beginn an die Elemente Entwicklung, Produktion und Vertrieb ionischer Flüssigkeiten sowie die Entwicklung von konkreten Anwendungen und technischen Lösungen
  • production of ionic liquids – bereits zu Beginn war für die beiden Gründer klar, dass die Produktion werkstoffverträglich, effizient und ökonomisch konkurrenzfähig erfolgen muss

Als Geschäftszweck definierte proionic die weitere strikt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung von ionischen Flüssigkeiten und deren Anwendungsgebieten in Forschung und Technik.

2004

Schon in den ersten Jahren erwies sich das CBILS® Verfahren als Schlüssel zur weiteren Unternehmensentwicklung. 2006 konnte für die Linde AG die Entwicklung des Betriebsmediums für den weltweit ersten Verdichter mit flüssigen Kolben abgeschlossen werden. Die Patentanmeldung folgte umgehend. Im gleichen Jahr konnte durch intensive Forschung das CBILS® Verfahren weiterentwickelt und durch weitere Patente in Europa abgesichert und geschützt werden. proionic erreichte die nächste Entwicklungsstufe durch eine langjährige Kooperation mit der BASF SE. BASF lizenzierte das CBILS® Verfahren.

2006

Ende 2008 begann die sehr erfolgreiche Kooperation mit Mettop GmbH zur Entwicklung neuer Kühltechnologien für die metallurgische Industrie unter Anwendung ionischer Flüssigkeiten. Im Rahmen dieser Kooperation wurden bereits mehrere Kühl-Anwendungen erfolgreich auf den Markt gebracht.

2008

Das Jahr 2009 sollte wieder zu einem wichtigen Jahr in der erst kurzen Firmengeschichte werden. Zum einen wurde 2009 der neue
Unternehmensstandort in Grambach/Graz (Österreich) bezogen und zum anderen wurden entscheidende Schritte in der weiteren Produktentwicklung umgesetzt. proionic konnte 2009 mehrere Patente anmelden. Speziell erwähnt werden soll an dieser Stelle das erste Patent zur Speicherung von Wasserstoff in ionischen Flüssigkeiten, da es die Basis für einen der zukunftsorientierten Anwendungsbereiche der proionic darstellt. Zusätzlich wurde das erste Klimatechnik-Patent angemeldet.

2009

Im Jahr 2010 konnte mit der VTU Holding GmbH ein strategischer Partner und neuer Mehrheitseigentümer gefunden werden. Gemeinsam mit dem neuen Partner wurden die laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte intensiviert und weiter vorangetrieben.

2010

Im Jahr 2012 wurden weitere Patente in den Bereichen Wasserstoff und im Bereich der Hochtemperaturkühlung angemeldet. Abgerundet wurden die Erfolge in diesem Jahr durch eine weitere erfolgreiche Kooperation mit der KRAIBURG Austria GmbH & Co im Bereich Altgummirecycling.

2012

2013 konnten zwei Prototypen im Bereich Klimatechnik und Hochtemperaturkühlung in Betrieb genommen werden. Das Jahr wurde zusätzlich durch eine Förderung der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, in Höhe von rd. € 1,3 Mio. im  Bereich der Weiterentwicklung des ionischen Wasserstoffspeichers geprägt. Diese Entwicklung versetzt proionic in die Lage, ein ausgewogenes Produktportfolio zu präsentieren. proionic gehört laut der Marktstudie „Ionic Liquids 2030“ zu einem der Top 15 Unternehmen im Bereich der ionischen Flüssigkeiten.

2013

Anfang 2015 wurde das Hochtemperaturkühlmedium IL-B2001 bei REACH registriert und zusammen mit dem Kooperationspartner Mettop GmbH erfolgreich in die Anwendung implementiert; es läuft seitdem bei Referenzkunden unter den harten Bedingungen der metallproduzuerenden Industrie stabil und völlig problemlos.  

 

2015
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